Anlässlich meiner 2.Staatsprüfung für das Lehramt an Grundschulen schrieb ich am Seminar Waldkirchen (Sn) eine Abschlussarbeit zum Thema:
"Zum Einsatz von Computer - Lernprogrammen als Möglichkeit der individuellen mathematischen Förderung in der Klasse 3"
Da ich in meiner Ausbildungsschule (Humboldtschule Grundschule Oberlungwitz) die Möglichkeit hatte, den Computer in den Unterricht einzubeziehen, stützt sich die nachfolgende Arbeit auf dessen Ergebnisse.
[Inhaltsverzeichnis] [Ziel] [Theorie] [Praxis] [Literatur] [Anhang]
Zum Einsatz von Computer-Lernprogrammen als Möglichkeit individueller mathematischer Förderung in der Klasse 3
Schriftliche Arbeit
als Teil der Zweiten Staatsprüfung
für das Lehramt an Grundschulen
im Fach Mathematik
am Staatlichen Seminar für das Lehramt an Grundschulen
Waldkirchen
vorgelegt von
Lars Bilz
Waldkirchen, September 1998
1. Ziel der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Begriff Förderung
2.1.1 Allgemeine Aussagen
2.1.2 Möglichkeiten der Förderung
2.2 Die Arbeit mit dem Computer als eine Möglichkeit der individuellen Förderung
2.2.1 Allgemeine Aussagen
2.2.2 Computerunterstützter Unterricht
2.2.3 Softwarekriterien
2.2.4 Einschränkungen für den Computereinsatz in der Grundschule
2.2.5 Eigener Standpunkt
3. Praktische Erfahrungen
3.1 Vorbemerkungen
3.2 Klassensituation und räumliche Bedingungen
3.3 Softwareauswahl
3.4 Didaktisch-methodische Konzepte und deren pädagogische Umsetzung
3.4.1 Förderunterricht
3.4.1.1 Konzept Förderunterricht
3.4.1.2 Durchführung
3.4.2 Werkstattunterricht
3.4.2.1 Konzept Werkstattunterricht
3.4.2.2 Durchführung
3.4.3 Rechenwettbewerb
3.4.3.1 Konzept Rechenwettbewerb
3.4.3.2 Durchführung
3.5 Auswertung der Ergebnisse
3.6 Schlussbemerkungen
Literaturverzeichnis
Anhang
Anlagenverzeichnis
Eidesstattliche Erklärung
In meiner vorliegenden schriftlichen Arbeit, die ein Teil der Zweiten Staatsprüfung bildet, möchte
ich Aussagen zum Einsatz von Computer-Lernprogrammen an der Grundschule treffen. Diese beziehen sich auf das Fach
Mathematik der Klasse3.
Meine Aufzeichnungen sollen zeigen, dass diese methodische Form eine Möglichkeit zur individuellen Förderung
im mathematischen Bereich sein kann. Ich betrachte sie stets als wirkungsvolle Ergänzung für meine didaktische
Konzeption.
Für mich nimmt diese Arbeit einen besonderen Stellenwert ein, weil man schon frühzeitig die Schüler
der Grundschule mit den sich veränderten Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Gesellschaft vertraut machen
kann.
Ich bin der Überzeugung, dass man mit dem Einsatz von Computer-Lernprogrammen dem Anspruch der sächsischen
Grundschule gerecht wird, weil dadurch eine Basis für selbstständiges Denken, Lernen und Arbeiten entwickelt
und gefördert wird.
Im ersten Teil möchte ich allgemeine Aussagen zur Förderung darlegen, Grundlagen des Computereinsatzes
in der Grundschule erläutern und Softwarekriterien sowie Einschränkungen des Mediums im Unterricht nennen.
Meine praktischen Erfahrungen beziehen sich auf drei didaktisch - methodische Konzepte. Zuerst wird die Wirksamkeit
des Förderunterrichts am PC erläutert. Dabei bilden zwei Probanden mit durchschnittlichen Leistungen
die Grundlage. Sie sollen mit Hilfe von ausgewählten Computer-Lernprogrammen an Lehrplananforderungen herangeführt
werden. Außerdem soll durch Erfolgserlebnisse die Freude an der Mathematik geweckt bzw. erweitert werden..
Durch den Computerrechenwettbewerb sollen Vergleiche zwischen den zwei Schülern und dem Klassenverband gezogen
werden. Mit einem vorangegangenen schriftlichen Wettbewerb möchte ich Unterschiede zwischen schriftlichen
Arbeiten und Computertätigkeit ziehen.
Mittels Konzeption des Werkstattunterrichts sollen alle Schüler der Klasse 3c mit einem Computer - Lernprogramm
individuell gefördert werden. Grundlage dabei ist die freie Wahl der Übung.
2.1. Begriff Förderung
2.1.1. Allgemeine Aussagen
Aufgrund der Entwicklung der Gesellschaft hat sich die Kindheit in den letzen Jahren entscheidend verändert.
So gibt es heute anders strukturierte Familien (Einelternfamilien und Scheidungskinder), und die Erfahrungswelten
der Kinder haben sich weitestgehend verändert. Ich denke hierbei an den Umgang mit Medien und die daraus resultierenden
Spielerfahrungen der heutigen Kinder. Auch die Straßensozialisation spielt hier eine große Rolle. Solche
Faktoren führen zu sehr unterschiedlichen Lernvoraussetzungen beim Schuleintritt. Eben diese unterschiedlichen
Erfahrungswelten und Leistungsvoraussetzungen machen das Fördern und Differenzieren zu einem zentralen Prinzip
des Grundschulunterrichts in allen Klassenstufen (Lorenz / Radatz, 1993, S. 81).
Im Bildungs- und Erziehungsauftrag der Grundschule ist verankert: "Durch stark differenzierte Unterrichtsmethoden
wie Partner- und Gruppenarbeit, Freiarbeit, aber auch Projektunterricht wird die Grundschule der Lebensvielfalt,
den Lebenseinstellungen, den Verhaltensweisen und Leistungsmöglichkeiten aller Schüler gerecht."
Auf dem 2. Zwickauer Grundschultag im Mai 1998 wurde eine entscheidende Aufgabe der Grundschule genannt: "Die
sächsische Grundschule hat den Anspruch, alle Kinder in einer leistungs- und kindorientierten Grundschule
so zu fordern und zu fördern, dass eine solide Basis für selbstständiges Denken, Lernen und Arbeiten
entwickelt wird." (Referat H. Franzke).
Um jeden Schüler in ausreichendem Maße zu fordern und zu fördern, erfolgt eine ständige
Diagnose der Lernvoraussetzungen und Lernergebnisse. Über das Erkennen der Lernfortschritte sollen differenzierte
Lernangebote und Unterrichtsmaterialien, die für jeden Schüler eine Herausforderung darstellen, geschaffen
werden.
Diese veränderten Bedingungen fordern eine Öffnung der Grundschule, die sich zunehmend an den Prinzipien
des ganzheitlichen und aktiv-entdeckenden Lernens orientiert (ebenda).
Gerade diese Öffnung des Unterrichts erlaubt es, auf individuell sehr unterschiedliche Voraussetzungen, Fähigkeiten
und Interessen angemessen durch die vielfältigen Maßnahmen einer inneren Differenzierung des Unterrichts
zu reagieren.
Anhand dieser neuen Forderungen an die Grundschule entstand ein neues Mathematikkonzept unter der Leitung von Prof.
Dr. E. Ch. Wittmann und Prof. Dr. G. Müller. Mathe 2000, so der Name, soll den Kindern, die in
das 3. Jahrtausend hineinwachsen wieder Spaß am Mathematikunterricht bringen. Dies soll durch die Konzeption
eines Lehrwerkes erreicht werden. Ein Leitgedanke ist hierbei auch die Förderung aller Kinder. "Die natürliche
Differenzierung innerhalb eines Themas erlaubt, dass Kinder unterschiedlichen Lernstandes gemeinsam und voneinander
lernen." (Progamm Mathe 2000). Durch das mehrmalige Aufgreifen des Rahmenthemas kann jedes Kind mit
seinen Fähigkeiten in seinem Tempo und auf seinem persönlichen Lernweg zu Erfolgen gelangen. Diese Erfolge
sind besonders für Kinder mit Lernschwierigkeiten wichtig.
Eine Aufgabe des Mathematikunterrichts besteht unter anderem darin, "... dem Kind zu helfen, seine Lebenswirklichkeit
zu erschließen und eine bestmögliche Förderung der geistigen und sozialen Entwicklung der Kinder
zu erreichen." (Lp. Grundschule Mathematik, Sachsen, 1992, S. 7)
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass aus objektiven und subjektiven Ursachen die individuelle Förderung
immer notwendiger wird. Ziel aller Pädagogen muss es sein, jedes Kind von verschiedenen Ausgangspunkten, zu
verschiedenen Zielen, mit verschiedenen Mitteln, zu verschiedenen Zeiten und mit verschiedener Geschwindigkeit
zu fördern.
Unterschiedliche Möglichkeiten sollen im folgenden Kapitel dargestellt werden.
2.1.2. Möglichkeiten der Förderung
Bei der Förderung der Schüler kommt es darauf an, jeden einzelnen mit seinen individuellen Fähigkeiten
und Schwierigkeiten zu analysieren und aus dieser Analyse spezifische Fördermaßnahmen abzuleiten und
zu organisieren. Wenn die Stärken und Schwächen der Schüler richtig analysiert worden sind, können
daraus die spezifischen Maßnahmen zur individuellen Förderung abgeleitet werden.
Methodenkompetenz des Lehrers und vielfältige Arbeitsmittel spielen dabei eine große Rolle. Der Unterrichtsgegenstand,
die Ziele und die Schüler mit ihren altersmäßigen Besonderheiten und individuellen Voraussetzungen
sind maßgebend für die Wahl der Unterrichtsmethode und der entsprechenden Übungsform.
Um speziell zur individuellen Förderung im Mathematikunterricht zu kommen, sollen nachfolgend geeignete Unterrichtsformen
und Übungsformen genannt werden.
Da ich schon von der Öffnung des Unterrichts sprach, sind natürlich auch entsprechende Unterrichtsformen
notwendig. Ich denke hierbei an Gruppenunterricht, Partnerarbeit oder auch an neuere Methoden, wie Lernen an Stationen,
Werkstattunterricht oder das Arbeiten in einer Lernwerkstatt. Natürlich bringt auch die Einzelarbeit einen
wesentlichen Beitrag zur individuellen Förderung, wobei ich speziell an Mathematikspiele oder Förderunterricht
denke. Auch beim Üben spielt die Einzelarbeit eine große Rolle.
Einzelnen Übungsformen kommt im Förderprozess unterschiedliches Gewicht zu. Bauersfeld nennt zehn
Übungsformen:
- Gestuftes Üben,
- Automatisierendes Üben,
- Zehn-Minuten-Übungen,
- Operatives Üben,
- Spielerisches Üben,
- Anwendungsorientiertes Üben,
- Offenes Üben,
- Üben mit Selbstkontrolle,
- Problemorientiertes Üben,
- Produktives Üben.
Eine Übung kann sowohl offen als auch problemorientiert und spielerisch sein, also durchaus mehreren Übungsformen
entsprechen (vgl. Bauersfeld, In: Lorenz / Radatz, 1993, S. 85 ff.).
Auf dem Lehrmittelmarkt wird derzeit eine fast unüberschaubare Menge an Arbeitsmitteln und Lernspielen angeboten.
So zählen Cruisenaire-Stäbe, Steckwürfel, Rechenkette, Rechenbrett, Hunderterperlenkette, Zahlenstrahl,
Hundertertafel, Rechengeld oder Dienes Blöcke zu den bekannten und bewährten Arbeits- und Anschauungsmitteln.
Zu den "neueren" Arbeitsmitteln für den Schüler zählen die Paletti-Scheiben oder der Mathetwist.
Hier bietet fast jeder Schulbuchverlag eine Vielzahl an Fördermöglichkeiten in Form von Lernspielen oder
Mitteln zur Veranschaulichung an.
In neuester Zeit findet man auch Lernspiele oder Lernprogramme auf CD-ROM in den Angeboten. Ihr Einsatz, im Zusammenhang
mit einem Personalcomputer (PC), bietet vielfältige Möglichkeiten zur individuellen Förderung, die
in dieser Arbeit untersucht werden sollen.
2.2 Die Arbeit mit dem Computer als eine Möglichkeit der individuellen Förderung
2.2.1 Allgemeine Aussagen
Kleincomputer gehören zu unserem Alltag wie Radio und Fernsehen. Sie werden immer wichtiger und vor allem
vielseitiger nutzbar und das ohne spezielle Programmierkenntnisse. Die Bedienung wird immer einfacher. Selbst für
Kinder ist der Umgang mit diesem technischen Medium bereits selbstverständlich. Sie zeigen kaum Scheu oder
Angst und bewegen sich nach kurzer Zeit sicher in den Programmen. So lernen sie auf spielerische Art und Weise
den Umgang mit dem Computer.
Kriegelstein spricht sogar davon, dass in nächster Zeit das Umgehen mit dem Computer so selbstverständlich
zu unserem Leben gehören wird wie heutzutage das Schreiben mit Stift und Papier. Deshalb bezeichnet er das
Arbeiten mit dem PC als eine Art vierte Kulturtechnik (Kriegelstein, In Praxisnutzung, 1997, S.10). Darum
fordert er, dass die Grund- schule auf die geänderten Lebens- und Arbeitsbedingungen zu reagieren hat und
diese wichtige Bildungschance unserer Kinder von Beginn an genutzt werden soll (ebenda).
Brügelmann meint dazu, dass es weder wünschenswert noch möglich ist, Kinder von diesem Medium
fernzuhalten (Brügelmann, In Krauthausen / Herrmann 1994, S.128).
Der Einsatz des Computers in der Grundschule hat nichts mit dem programmierten Lernen oder einem systematischen
Lehrgang des Arbeitens am PC zu tun. Es handelt sich um ein interaktives Medium, das auf Handlungen des Kindes
reagieren kann (Kriegelstein, In: Praxisnutzung, 1997, S. 7).
Mit Hilfe speziell konzipierter Lernprogramme können individuelle Schwächen erkannt und analysiert werden.
Außerdem gibt es eine sofortige Rückmeldung über Lernfortschritte und Fehler. Lernergebnisse können
über einen angeschlossenen Drucker ausgedruckt werden.
Des weiteren eignen sich Kleincomputer als Medium und Arbeitsmittel für die Öffnung (siehe 2.1.1) des
Unterrichts.
Wodurch eine Wirkung des Mediums Computer erreicht werden kann, wird im Anhang, (Anlage 1 Abb. 1, S.1) erklärt.
2.2.2 Computerunterstützter Unterricht
Ich gehe beim Computereinsatz in der Grundschule von einem computerunterstützten Unterricht aus, also von
der Einbeziehung dieses Arbeitsmittels in offene Unterrichtsformen.
Herrmann unterscheidet den Einsatz von Drill-and-Practice-Programmen und Computer-Assistent-Instuction (CAI)
oder -Learning (CAL). Mit ersterem wird im allgemeinen der Einsatz von Übungs- und Lernprogrammen bezeichnet.
Sie dienen der Festigung eines schon bekannten Lerninhaltes und steigern die Rechenfertigkeit. Auch die Geschwindigkeit
der Reproduktion soll erhöht werden.
CAI und CAL dienen der Aneignung eines Lernstoffes. Beide arbeiten mit verstärkten Stimuli, bringen sofortige
Rückmeldung über Fehler und bieten den Lerngegenstand kleinschrittig dar (Herrmann, In: Krauthausen
/ Herrmann, 1994 S. 57 f.).
Gorny unterscheidet vier Formen des schulischen Einsatzes von Computern:
1. Informationstechnologie als Unterrichtsgegenstand (Umgang mit Hard- und Software, kritische Beziehung gegenüber der neuen Technik, Technologienutzung in Bildung und Erziehung einzubeziehen);
2. Informationstechnik als Medium und Werkzeug ,
ð Denkwerkzeuge bzw. höhere Sprachsysteme wie LOGO,
ð Werkzeuge zur Organisation von Informationen,
ð entdeckendes Lernen unter Anleitung (Simulationsprogramme),
ð Hilfsmittel für Lehren und Lernen (Demonstrations- und Kommunikationsmittel),
ð tutorielle Software, die Lehrfunktion übernimmt,
ð Trainingsprogramme;
3. Einsatz der Informationstechnik in der Unterrichtsverwaltung;
4. Einsatz der Informationstechnik in der Schulverwaltung (Gorny, In: Mitzlaff, 1996, S.88).
Weitere Handlungsfelder sind im Anhang (Anlage 2, Abb. 2, S. 2) erklärt.
Bei einigen Programmtypen ist sofort erkennbar, dass sie für die Grundschule unbrauchbar sind.
Speziell im Mathematikunterricht lässt sich der Computer
Der erstgenante Bereich bildet den Schwerpunkt und Arenhövel (In: Mitzlaff, 1996, S. 111)
spricht davon, dass sich fast alle Übungsformen nach Lorenz/Radatz (s.o.) verwirklichen lassen.
Heutige Computerprogramme zeichnen sich durch eine große Interaktivität, eine verbesserte Diagnosefähigkeit,
verschiedene Schwierigkeitsstufen und Lerngeschwindigkeiten sowie eine benutzerfreundliche Oberfläche und
Sprachausgabe aus. Während die ersten simplen Lernprogramme "ja" und "nein" zur Eingabe
hatten, geben zeitgemäße Programme konkrete Hinweise und leisten bei Bedarf Hilfestellungen.
Herrmann nennt 5 Argumente für den Einsatz des Computers im Unterricht:
All diese Argumente lassen sich in einem Unterricht in frontaler Form nicht durchsetzen. Mit dem Einsatz
geeigneter Software können aber in der Freiarbeit, der Wochenplanarbeit, dem Werkstattunterricht usw. leistungsschwächere
Schüler gezielt gefördert werden. Bei solchen Kindern spielt gerade die Motivation, Angstfreiheit und
natürlich die Individualisierung eine große Rolle.
Weiterhin für positiv halte ich, dass der Lernprozess jederzeit unterbrochen werden kann. Dabei besteht keine
Gefahr, beim laufenden Unterricht den Anschluss zu verlieren.
2.2.3 Softwarekriterien
Die wichtigste Voraussetzung für den erfolgreichen Computereinsatz ist die Auswahl der Software. Seit einigen
Jahren gibt es eine unüberschaubare Menge an Software. Auch computerinteressierte Amateure oder Personen,
die nicht unbedingt etwas mit der Schule zu tun haben, versuchen kleine Lernprogramme zu erstellen. Solche Produkte
werden als Public-Domain (PD) und Shareware bezeichnet. Gerade bei PD-Programmen sind die Autoren niemandem gegenüber
verpflichtet, sind keinem Verlagsprogramm unterworfen und müssen keine Norm erfüllen. Die Qualität
lässt häufig zu wünschen übrig. Sharewareprogramme kann man unter eingeschränkter Nutzung
vor dem Kauf prüfen. Hier sollte man kritisch vorgehen. Vorteilhaft an solchen Programmen ist die preiswerte
Anschaffung, sie besitzen aber nicht immer ein angemessenes "Know-how" in technischer und inhaltlicher
Hinsicht.
Gute Lernsoftware soll keine spezifischen PC - Kenntnisse voraussetzen und vor allem bei Fehleingaben gut verständliche
Hilfen aufweisen.
Im Folgenden sollen die aus meiner Sicht wichtigsten Leitfragen zur Unterrichtssoftwarebewertung nach Weber
genannt werden (Weber, In: Krauthausen / Herrmann, 1994, S.68 ).
Er unterscheidet die programmtechnische und die fachdidaktische Bewertung.
Programmtechnische Bewertung:
- Ist die Anwendung des Programms ohne besondere Kenntnisse der Datenverarbeitung möglich?
- Lässt das Programm eine Orientierung über den Lerngegenstand zu?
- Gibt es verständliche Hilfen auf allen Programmebenen?
- Sind Fehleingaben korrigierbar?
- Ist das Programm absturzsicher?
- Lassen sich Arbeitsergebnisse abspeichern und ausdrucken?
Fachdidaktische Bewertung:
- Welche fachlichen Ziele werden verfolgt, und können sie erreicht werden?
- Um welche Inhalte geht es?
- Welche Lehr- und Lernvoraussetzungen müssen gegeben sein?
- Gibt es fachliche Fehler?
Diese Leitfragen sind zugleich Kriterien für den Computereinsatz im Unterricht. Ferner erscheint mir wichtig:
- Lohnt sich der Aufwand zur Benutzung eines Computers, oder kann man gleiche Inhalte mit einem anderen Arbeitsmittel besser erreichen?
- Sind die regionalen Bedingungen bei der Wahl der Unterrichtssoftware berücksichtigt worden?
Abschließend möchte ich bemerken, dass man Lernprogramme verantwortungsvoll prüfen muss, damit
man nicht vorgetragenen Versprechungen erliegt (Verpackungstext).
Die Entwicklung qualitativ hochwertiger Lernsoftware setzt eine enge Verbindung von versierten Software - Experten
und erfahrenen Grundschulpraktikern voraus. So gibt es bisher recht wenig Produkte, die all den genannten Bedingungen
entsprechen (Mitzlaff, 1997, S. 127).
2.2.4 Einschränkungen für den Computereinsatz in der Grundschule
Da es in den vergangenen Jahren immer wieder Diskussionen für und gegen den Einsatz von Computerlernprogrammen gab, sollten an dieser Stelle auch Vorbehalte gegen den Computereinsatz angeführt werden. Sesink nennt hier:
- Auch die beste didaktische Konzeption kann "guten Unterricht" nicht garantieren.
- Im Computer selbst stecken keine didaktischen Qualitäten, sondern nur im Unterricht, in dessen Rahmen er eingesetzt wird. Der PC kann nur zur Unterstützung einer didaktischen Konzeption genutzt werden.
- Computersysteme könnten in Zukunft dazu verleiten, die reale Erkundung der Welt durch Reisen auf dem Bildschirm zu ersetzen. Anblick, Geschmack, Geruch und Klang der wirklichen Welt sind unersetzbar. Das Lernen mit allen Sinnen findet also nicht mehr statt (Sesink, In: Krauthausen / Herrmann, 1994, S. 125 ff.).
Mitzlaff nennt die hohen finanziellen Mittel für die Anschaffung des Mediums als Grund der Ablehnung
(Mitzlaff, 1996, S. 34).
So wie diese beiden Autoren gibt es eine Reihe von Pädagogen, die Nebeneffekte des Computereinsatzes sehen.
Selbstverständlich haben diese Gründe ihre Berechtigung. Allerdings soll später noch nachgewiesen
werden, wie durch einen sinnvollen Einsatz des Computers rechenschwächere Schüler mit diesem Medium gefördert
werden können.
Im nachfolgenden Gliederungspunkt äußere ich dazu meine persönliche Meinung.
2.2.5 Eigener Standpunkt
Anhand des Studiums der Literatur und der praktischen Durchführung in meinem Mathematikunterricht der Klasse
3 bin ich für einen Einsatz von Computer - Lernprogrammen in der Grundschule.
Die Vorteile des Computers, das Wissen über Softwareauswahl und Softwareeinsatz haben mich - bei Beachtung
aller Einschränkungen - überzeugt von der Notwendigkeit und vom Nutzen des Computereinsatzes im Unterricht.
Die Forderung der neuen Grundschule nach mehr individueller Förderung lässt sich mit Hilfe des Computers
gut realisieren. Natürlich haben auch bei mir die bewährten Arbeitsmittel ihren Platz und ihre Berechtigung.
Der Computer ist lediglich ein weiteres Medium, dass zu Übungszwecken seinen Einsatz findet, abhängig
natürlich von der Unterrichtsform und dem Übungsschwerpunkt. Computer können jedoch keinen guten
Unterricht ersetzen, aber bei richtigem, durchdachtem Einsatz wirkungsvoll ergänzen. Für wichtig halte
ich auch, dass der Computer nicht Selbstzweck ist, sondern dass die Kinder das Gefühl haben, an einer Aufgabe
zu arbeiten und nicht an einem PC.
Im folgenden praktischen Teil möchte ich meine Erfahrungen und Ergebnisse näher erläutern.
3.1 Vorbemerkungen
Wie kam ich überhaupt dazu, Computerlernprogramme in meinen Unterricht einfließen zu lassen?
Zu Beginn des Schuljahres 1997/98, was gleichzeitig der Anfang meiner Referendartätigkeit war, überraschte
mich, dass meine Ausbildungsschule über Personalcomputer verfügte. 3 IBM-Kompatible 286er PC (80286
Prozessor) Geräte standen in Klassen- zimmern als Arbeitsmittel zur Verfügung. Da diese Klassen nach
der Jürgen-Reichen-Methode "Lesen durch Schreiben" unterrichtet werden, sahen die unterrichtenden
Kollegen den Computer als eine nützliche Ergänzung, den Lese- und Schreiblernprozess zu unterstützen.
Ein weiterer PC der Baureihe Pentium befand sich in einem separaten Zimmer und wurde wenig genutzt.
Da ich seit langem am Computereinsatz in der Grundschule interessiert bin, beschloss ich, auf diesem Gebiet selbst
praktische Erfahrungen zu sammeln. Unterstützt von meiner Schulleiterin rief ich eine Computer - Arbeitsgemeinschaft
ins Leben, um zu sehen, inwieweit Grundschulkinder in der Lage sind, mit diesem Medium zu arbeiten. Ich teilte
meine Klasse in zwei Gruppen, die auf fakultativer Basis das Umgehen mit dem Computer spielerisch erlernen sollten.
Von Anfang an spürte ich bei den Kindern großes Interesse und Aufgeschlossenheit diesem Medium gegenüber.
Diese AG war letzten Endes Ausgangspunkt für mein weiteres Ziel, den Computer auch im Unterricht zu erproben.
3.2 Klassensituation und räumliche Bedingungen
Bei meiner 3. Klasse handelt es sich um 30 Kinder (13 Jungen, 17 Mädchen) mit unterschiedlichen Computererfahrungen.
Die Beziehungen zum PC gehen aus der Anlage 10, Tab.9 (Anhang S.14) hervor. Mehrere Kinder
nutzen den heimischen PC der Eltern, allerdings meist zu Spielzwecken.
Die Klasse hat bisher in keinem Unterrichtsfach mit dem Computer gearbeitet.
Der Leistungsstand im Fach Mathematik ist recht unterschiedlich. Es reicht von einer breiten Masse an guten und
sehr guten Leistungen bis hin zu zwei Kindern, welche für eine Förderschule vorgeschlagen wurden.
Das Klassenzimmer ist recht klein für diese Schüleranzahl, trotzdem konnte eine Computerecke mit dem
Pentium-PC eingerichtet werden. So stand das neue Medium den Kindern ständig zur Verfügung (vgl. Anhang,
Anlage 11, S.15).
3.3 Softwareauswahl
Nachdem ich mir im Klaren darüber war, in welcher Unterrichtsform (Förderunterricht, Freiarbeit) ich
den Rechner sinnvoll nutzen kann, begann ich geeignete Software zu suchen.
Als Erstes stieß ich auf eine CD-Rom von der Westermann Lernspiel GmbH. Die LÜK-CD-ROM "Mathe 3"
ist ein interaktives Lern- und Übungsprogramm für Schüler der Klasse 3. Der Inhalt ist analog der
Lernbereiche des Lehrplanes Grundschule Mathematik / Sachsen zu sehen:
Insgesamt stehen elf Übungsbereiche zur Auswahl. Die Herausgeber legten besonderen Wert auf das Verstehen
mathematischer Sachverhalte. Außerdem trainieren die grafisch ansprechenden Übungen nicht nur Rechenfertigkeiten.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei den Hilfen für formale Rechenoperationen. Die Schüler sollen strukturelle
Zusammen- hänge erfassen und schrittweise die Hilfen reduzieren. Dabei unterstützt sie Lucky, eine Comicfigur,
die immer dabei ist. Er gibt Hinweise, lobt oder spornt zur Weiterarbeit an. Ziel ist es immer, mittels der richtigen
Lösung ein Muster zusammenzusetzen.
Die Systemvoraussetzungen sind im Anhang (Anlage 8, S.11) beschrieben.
Dieses Programm wurde mir von der Schule zur Verfügung gestellt.
Ein weiteres Lernprogramm kommt vom Ernst Klett Grundschulverlag. Blitzrechnen, Kopfrechnen im 3.und 4. Schuljahr
ist ebenfalls ein interaktives Lern- und Übungsprogramm. Hauptinhalt ist das Kopfrechnen, was eine unentbehrliche
Grundlage für halbschriftliches und schriftliches Rechnen sowie Überschlagsrechnen ist.
Diese CD-ROM entstand im Rahmen des Projekts Mathe 2000 und wurde von Gerhard N. Müller und Erich
Ch. Wittmann als systematischer Blitzrechenkurs konzipiert. Der Kurs besteht aus zehn Aufgabentypen (Anhang,
Anlage 9, S.12), die zentrale arithmetische Lehrplaninhalte abdecken. Das Programm ist so gestaltet, dass Grundschulkinder
damit selbstständig üben können und neben dem Blitzrechnen auch grundlegende Fertigkeiten im Umgang
mit dem Computer (Bedienung der Tastatur und der Maus) erwerben.
"Die CD-ROM unterstützt zwar auch die Grundlegung, dient aber hauptsächlich der Automatisierung
der einzelnen Blitzrechenfertigkeiten am Ende des Lernprozesses, d.h. dem Training der Geläufigkeit und Sicherheit,
mit der diese Fertigkeiten beherrscht werden." (Begleitheft CD-ROM) Neben unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen
(z.B. anschauliche Ebene) gibt es auch eine Wettkampfstufe. Hier müssen mehrere Aufgaben möglichst schnell
gerechnet werden, dies dient in besonderer Weise der Automatisierung. Bewältigte Übungen kann man ausdrucken
(Anhang, Anlage 3, S.3), auf ein Diagnosemodul wurde aus didaktischen Gründen bewusst verzichtet.
Die Systemvoraussetzung ist im Anhang (Anlage 8, S.11) genannt. Dieses Programm wurde von mir käuflich
erworben.
Beide Programme habe ich nach den Softwarekriterien (siehe 2.2.3) untersucht und für einsatzfähig
gehalten.
Danach überlegte ich mir, wie ich den Förderunterricht und den Werkstattunterricht mit dem Computer und
der genannten Software durchführen kann.
3.4 Didaktisch methodische Konzepte und deren pädagogische Umsetzung
3.4.1 Förderunterricht
3.4.1.1 Konzept Förderunterricht
Der Förderunterricht ist eine Form der äußeren Differenzierung. Er wird in kleineren Schülergruppen
über einen begrenzten Zeitraum gesondert erteilt und dient dem Erreichen bestimmter Lernziele (Lp. Grundschule
Mathematik, 1992, S.9). Der überlegte Einsatz von Arbeitsmitteln soll einzelne Kinder fördern und
die Leistungsfähigkeit steigern.
Der Computer ist ein Arbeitsmittel, an dem ein oder zwei Kinder möglichst selbstständig arbeiten sollen.
Inhalte aus dem Unterricht sollen dabei spielerisch geübt und mathematische Zusammenhänge verstanden
werden. Da der PC eine schnelle Kontrolle zulässt und dem Kind Rückmeldung gibt, auf welchem Lernstand
es sich befindet, kann eigenständig gearbeitet werden. Die Kontrolle der am Computer arbeitenden Kinder ist
so einfach, dass daneben genügend Zeit bleibt, mit den anderen Kindern Unterrichtsinhalte zu wiederholen,
zu festigen und zu üben.
Meist nehmen vier Kinder am Förderunterricht teil, sodass jedem Schüler zehn Minuten für Computerarbeit
zur Verfügung stehen. Einige Kinder lasse ich ihre Übung frei wählen, bei anderen Schülern
bestimme ich, welche Inhalte sie üben sollen. Der Schwerpunkt liegt dann auf vorher analysierten Problemaufgaben.
Besonders Augenmerk werde ich in drei aufeinanderfolgenden Förderunterrichtsstunden auf zwei Kinder richten,
die im Fach Mathematik befriedigende Leistungen haben. Anhand dieser Schüler will ich nachweisen, wie sie
in den drei Sitzungen ihre Rechenfertigkeit verbessern und die Geschwindigkeit der Reproduktion erhöhen. Von
der CD-ROM "Blitzrechnen - Kopfrechnen im 3. und 4. Schuljahr" soll die Übung "Zehner-Einmaleins"
Basis sein. Damit soll folgender Lehrplaninhalt erfüllt werden: "Multiplizieren einstelliger Zahlen mit
Zehner- und Hunderterzahlen; Dividieren von Zehner- und Hunderterzahlen durch einstellige und durch Zehnerzahlen"
(Lp. Grundschule Mathematik, 1992, S. 31). Hier geht es um Aufgaben, wie 7 $ 30,
4 $ 200, 60 : 2, 60 : 20, 600 : 20. Bei der Lösung der Aufgaben sollen die Schüler
bekannte Aufgaben nutzen. Geübt wird in Form von Kettenaufgaben mit jeweils sechs Aufgaben pro Kette (insgesamt
drei Ketten, also 18 Aufgaben - siehe Anhang, Anlage 3, S.3).
Für diesen Zeitraum von drei Wochen sollen nur die zwei Kinder am PC arbeiten und auf der Wettkampfstufe möglichst
gute Zeiten erzielen. Pro Sitzung sollen drei Versuche durchgeführt werden, bei denen sich die Schüler
abwechseln.
3.4.1.2 Durchführung
Der Förderunterricht findet für die Klasse 3x montags von 12.45 - 13.30 Uhr im Anschluss an die Mathematikstunde
statt. Gerade schwächeren Schülern fällt es besonders um diese Zeit schwer, mathematische Sachverhalte
zu üben. Es kostet viel Kraft, die Kinder zur Arbeit zu motivieren. Das änderte sich, als ich den PC
mitbrachte und aufstellte. Voller Vorfreude und Neugier wollten fast alle Kinder der Klasse am Förderunterricht
teilnehmen. Dieser Wille zur Arbeit am Computer blieb über den Zeitraum der vier Monate erhalten, in denen
ich den Förderunterricht durchführte. Jeden Montag wollten ca. 15 - 20 Kinder den Förderunterricht
besuchen. Ich musste jeweils vier förderbedürftige Schüler auswählen.
Zwei Schüler möchte ich kurz vorstellen, da diese Kinder Grundlage meiner Untersuchungen sind.
Daniel H. ist ein sehr unauffälliger Junge. Oft ist er im Unterricht geistig abwesend und wirkt müde.
Dazu kommt, dass er eine äußerst langsame Arbeitsweise hat. Daniel ist Linkshänder und erreicht
zumeist befriedigende Noten.
Claudia H. ist ebenfalls eine ruhige Schülerin. Auch sie arbeitet langsam, lässt sich häufig ablenken
und erreicht auch größtenteils befriedigende Noten. Claudia ist jedoch gewillt, gute Leistungen zu erreichen.
Nachdem ich das Programm "Zehner-Einmaleins" geladen hatte, gab ich beiden zusammen die Möglichkeit
zum Probieren. Währenddessen wiederholte ich mit den zwei anderen Kindern Unterrichtsinhalte der letzten Stunde.
Nach ca. zehn Minuten waren beide bereit, die 18 Aufgaben in einer bestimmten Zeit zu lösen. War die Übung
zu Ende, durften sie ihren Namen in die Highscore eintragen (Vorsagen war verboten). So kämpften sie gegeneinander
um die beste Zeit. Da ich sie in ihrem Eifer nicht bremsen wollte, lösten sie jeder 5 $
18, statt der geplanten 3 $ 18 Aufgaben. Als es zur Pause klingelte, waren sie erstaunt,
wie schnell die Zeit vergangen war. So viele Aufgaben (90!) hatten sie noch nie in 45 Minuten gerechnet. Begeistert
und stolz verliesen sie den Förderunterricht.
Eine Woche später saßen die Kinder schon in der Pause in der Computerecke und hatten selbstständig
das Programm geladen. Da ich im Klassenraum war, bremste ich den Eifer nicht. Ihr Ziel war es, bei der gleichen
Übung noch zügiger zu arbeiten. Ab und zu gab es Jubel für eine neue Highscore, Probleme traten
nicht auf.
In der dritten Sitzung das gleiche Bild mit ungebremster Motivation.
3.4.2 Werkstattunterricht
3.4.2.1 Konzept Werkstattunterricht
Am Ende der 3. Klasse sollen die Schüler noch einmal wichtige Lerninhalte des Schuljahres im Fach Mathematik
wiederholen, üben und systematisieren. Zur Durchführung dieses Prozesses wähle ich eine besondere
Unterrichtsform, den Werkstattunterricht. Dieser ist eine vielschichtige und vielseitige Form, die Arbeit zu intensivieren.
Reichen spricht von einer "Kompetenz- und Aufgabendelegation" (Reichen, 1997). Dies bedeutet,
jeden Schüler mit bestimmten effektiven Funktionen der Lehrerrolle verantwortlich zu betrauen. Der Lehrer
fördert also die Selbstständigkeit der Schüler eben dadurch, dass er ihnen die Selbstständigkeit
gewährt, d.h. darauf verzichtet, alles selber vorzugeben, vorzumachen, anzuleiten usw. Im Werkstattunterricht
kann man jedem Schüler Aufgaben zuweisen, die traditionell zu denen des Lehrers gehören. So überlässt
man z.B. jedem Schüler die Verantwortlichkeit für ein Lernangebot. Neben seiner Hauptaufgabe, in der
Lernwerkstatt zu arbeiten und zumindest die Pflichtaufgaben zu erledigen, übernimmt der Schüler noch
die Betreuung eines der Lernangebote. Er ist für seine Aufgabe Chef und kann seinen Kameraden bei Schwierigkeiten
helfen. Voraussetzung ist natürlich zunächst die Bewältigung seiner eigenen Aufgabe. Dabei kann
er vom Lehrer unterstützt werden, welcher auch die erledigte Aufgabe kontrolliert. Erst dann ist der Schüler
berechtigt, anderen Kindern eine Unterschrift für die Erledigung zu geben. Der Chef überprüft die
Aufgaben der Schüler, die zur Kontrolle zu ihm kommen und ihn bitten, ihr Arbeitsergebnis auf Richtigkeit,
aber auch auf Sauberkeit zu bewerten. Seine Unterschrift bestätigt die ordnungsgemäße Erledigung
der Aufgabe.
Individuelle Stärken und Schwächen der einzelnen Schüler bringen es natürlich mit sich, dass
nicht jedes Kind für jede Aufgabe gleichermaßen geeignet ist. Doch dies darf nicht dazu führen,
ein Kind zum vornherein von bestimmten Kompetenzendelegationen auszuschließen. Dies bedeutet Chancengleichheit
für alle Schüler (Reichen, 1997).
Der Schüler setzt sich also aktiv mit dem Lernangebot auseinander. Dabei kann er auch mit einem Partner
arbeiten, hat aber bei seiner Chef-Rolle in Eigenverantwortung zu handeln. Die Selbstständigkeit der Schüler
zu fördern steht im Mittelpunkt dieser Unterrichtsform. Außerdem werden Selbstvertrauen und Verantwortungsgefühl
ausgebildet und das Beziehungsgeflecht zwischen den Kindern vertieft. Es kommt zum allgemeinen Lernaustausch.
Die Abschlusswerkstatt im Fach Mathematik der 3. Klasse dauert eine Woche, also fünf Unterrichtsstunden (täglich
eine). Es stehen sechs Pflicht- und sechs Wahlaufgaben aus allen Lernbereichen zur Verfügung. Der Computer
soll wieder (wie in vorangegangenen Werkstätten) eine wesentliche Rolle spielen. Dieses Medium in Verbindung
mit der LÜK-CD-ROM soll Bestandteil der Pflichtaufgaben sein. Jeder Schüler muss also diese Aufgabe bewältigen.
Wie immer werden zu Beginn der Werkstatt die Aufgaben vorgestellt und die Chefs benannt. Währenddessen füllen
die Schüler ihre Kontrollzettel aus (Aufgaben und Chefs in Blankovordrucke eintragen). Im Anschluss werden
die Arbeitsmaterialien an die vorgesehenen Plätze verteilt und die Werkstatt eröffnet.
Die PC-Aufgabe (Pflicht 6, siehe Anhang, Anlage 7, S.10) ist sehr allgemein gehalten. Das Ziel besteht darin,
dass sich jeder Schüler eine Aufgabe auswählt, und zwar möglichst eine solche, bei deren Lösung
er noch Schwierigkeiten hat. Da alle Lerninhalte der 3. Klasse behandelt wurden und die CD-ROM über all diese
Inhalte verfügt, müsste das Kind in der Lage sein, jede Übung lösen zu können.
Mit dieser Wahlmöglichkeit möchte ich erreichen, dass sich das Kind ganz ohne Druck für eine Übung
entscheidet, bei der es noch Probleme hat. Letzten Endes trägt es damit zur individuellen Förderung bei.
Sicher ist es für einen Schüler am Ende der 3. Klasse schwierig, abzuschätzen, bei welchen Aufgaben
er noch Probleme hat. Da aber die Schüler ihren Übungsschwerpunkt aufschreiben sollen, kann ich später
Schlussfolgerungen für weiteres Handeln ziehen.
Da die Kinder diese Form des Unterrichts kennen und schon recht gut in "Werkstätten" gearbeitet
haben, dürften keine Probleme auftreten.
3.4.2.2 Durchführung
Nach dem Vorstellen der Werkstatt und der Benennung der Chefs gingen alle Schüler mit Begeisterung an die Arbeit. Die Kinder lösten ihre Chefaufgabe, und der nächste Weg war das Anmelden beim PC-Chef. Alle Kinder wollten sofort die Pflichtaufgabe Nummer 6 - "Suche dir ein Stoffgebiet aus, was du üben möchtest! Löse die Aufgaben so, dass ein Muster entsteht! Lucky (die Comicfigur) hilft dir bei Problemen." lösen (Anhang, Anlage 7, S.10). Die PC-Chefs, welche nicht unbedingt Experten im Umgang mit dem PC waren, legten an der Tafel eine Liste an, welche die Reihenfolge für die Computerarbeit in dieser Stunde bestimmte. Außerdem kontrollierten sie das Ergebnis und gaben als Bestätigung für die gelöste Aufgabe eine Unterschrift. Jeder Schüler vermerkte auf seinem Kontrollzettel, für welche Übung er sich entschieden hatte. Somit war ich in der Lage, zu kontrollieren, ob diese Übung wichtig für das Kind war und entsprechend ausgewählt war.
3.4.3 Rechenwettbewerb
3.4.3.1 Konzept Rechenwettbewerb
Für den Abschluss des Schuljahres überlegte ich mir einen kleinen Rechenwettbewerb für meine
3. Klasse. Es soll der schnellste Rechner mit einem von mir entworfenen Arbeits- blatt in der täglichen Übung
ermittelt werden. Aufgaben des Zehner-Einmaleins bilden den Inhalt, da dies vorangegangener Lernstoff ist. 36 Aufgaben
stehen zur Verfügung. Die Aufgabenstellung lautet: "Rechne in drei Minuten, soviel du schaffst!"
Die falsch gerechneten Aufgaben werden am Ende von der Anzahl der gerechneten abgezogen. Sieger ist, wer die meisten
Aufgaben richtig gerechnet hat.
Zwei Tage später soll im Rahmen der Freiarbeit der Rechenkönig am PC ermittelt werden. Die Übung
"Zehner-Einmaleins" von der CD-ROM "Blitzrechnen - Kopfrechnen im 3. und 4. Schuljahr" soll
dazu genutzt werden. Hier kommt es darauf an, 18 Aufgaben in kürzester Zeit zu rechnen. Bei Fehlern wird zur
Neueingabe aufgefordert.
Herausfinden möchte ich, wie sich die zwei Probanden (Claudia H. und Daniel H.) in die Rangliste der Klasse
einordnen. Die Übungsphase im Förderunterricht wurde kurz zuvor beendet. Durch die Gleichheit des Aufgabentyps
möchte ich später Vergleiche zwischen schriftlichem Arbeiten und der Computertätigkeit ziehen.
Bei beiden Wettbewerben erhalten die drei Sieger Urkunden und kleine Preise.
3.4.3.2 Durchführung
In den letzten Unterrichtswochen des Schuljahres 1997/98 nutzte ich eine tägliche Übung, um den Rechenkönig
der Klasse 3c zu ermitteln.
Ich legte vorbereitete Arbeitsblätter (Anhang, Anlage 5, S.6 f.) abgedeckt auf jeden Arbeitsplatz.
Die Schüler sollten zunächst nur den Namen auf die Rückseite schreiben. Nach dem Erklären der
Aufgabe "Du hast drei Minuten Zeit, löse soviel Aufgaben, wie du schaffst" gab ich das Startsignal.
Die Schüler begannen zu rechnen. Nach Ablauf der drei Minuten ließ ich die Zettel einsammeln und wertete
zu Hause die Ergebnisse aus.
Zwei Tage später nutzte ich drei Freiarbeitsstunden, um auch am Computer mit demselben Aufgabentyp den Rechenkönig
zu ermitteln. Ich schrieb eine Liste mit Schülernamen an die Tafel, welche am Computer an der Reihe waren.
Dahinter notierte ich sichtbar für alle die erreichte Zeit. So genügte den Kindern ein kurzer Blick an
die Tafel, welcher die Arbeit der anderen nicht beeinflusste. Sicher hätten die Schüler sich sonst untereinander
befragt, wie schnell sie gerechnet haben und damit den Unterricht gestört. Nach dem letzten Rechner stand
der Sieger sofort fest, und ich ehrte die Schüler, die die drei ersten Plätze belegt hatten, mit Urkunden
und kleinen Preisen.
3.5 Auswertung
Zur Auswertung der durchgeführten Konzeptionen fasse ich alle drei zusammen, da sie in unmittelbarem Zusammenhang
stehen.
Beginnen möchte ich damit, dass ich feststellte, dass das Arbeiten am Computer Freude und Begeisterung auslöste.
Das neue Medium spornte die Kinder so an, dass sie gar nicht merkten, wie sie rechneten. Allein die 90 Aufgaben,
welche jede der beiden Versuchspersonen in 45 Minuten bewältigte (und das auch noch mit der richtigen Lösung),
ist Beweis dafür. 90 Aufgaben, das sind 18 Päckchen zu je fünf Aufgaben, also etwa eine Lehrbuchseite.
Beachtenswert ist dabei, dass es sich hier nicht um gute oder sehr gute Schüler handelte, sondern um Kinder,
denen das Fach Mathematik Probleme bereitet, denen auch oft der Antrieb zum Lösen mathematischer Aufgaben
fehlte. Schon hier ist abzulesen, dass die individuelle Förderung eine spürbar höhere Leistungsbereitschaft
und dazu eine bessere Rechenfertigkeit bewirkte. Ein Vergleich zwischen den anderen beiden Teilnehmern am Förderunterricht
und den "Computer - Schülern" zeigt bei diesen eine um 60 Prozent höhere Effektivität,
was die Anzahl der gelösten Aufgaben betraf.
Wie wirkte sich aber das viele Üben auf nachfolgende Sitzungen aus? Die Tabellen eins bis vier und Diagramme
eins bis acht im Anhang (Anlage 4, S.4 f.) zeigen eine Verkürzung der benötigten Zeit. Zeiten,
die vom Normalen abweichen (etwa die 6:48 Minuten von Daniel in der ersten Sitzung), sind Ergebnis einer Aufgabenreihe,
in der viele Schwierig- keiten angehäuft waren. Abhängig sind diese Ergebnisse auch von äußeren
Bedingungen. So befinden sich zur Untersuchungszeit die Hortkinder auf dem angrenzenden Schulhof, welche durch
Lärm Einfluß auf die Leistungen der Probanden nehmen. Straßenlärm (Feuerwehreinsatz), Wetter,
aber auch Gesundheitszustand sind weitere Kriterien der Beeinflussung. Trotz allem kann man eine Steigerung der
Geschwindigkeit der Reproduktion durch Fertigkeitserwerb ablesen. Die Durchschnittswerte (Anhang, Anlage 4,
Tab. 2 und 4, Diag. 4 und 8) zeigen bei beiden Kindern eine Verbesserung. Die im Unterricht festgestellten
Defizite konnten durch die individuelle Förderung abgebaut werden, wobei sich die Arbeit am Computer positiv
auswirkte. Somit wurden die Schüler an das Lehrplanziel herangeführt. Die Arbeit am Computer nutzte ich
auch in erzieherischer Hinsicht. So wertete ich zum Beispiel die Lern- und Arbeitshaltung von Daniel und Claudia
im Klassenunterricht aus. Für alle wurde sichtbar, dass sie gelöster, sicherer, zügiger und freudvoller
arbeiteten. In der täglichen Übung traten nur ganz wenige Fehler auf. Erstaunlich war, dass sich leistungsstarke
Schüler über diese Ergebnisse freuten.
Anhand des Rechenwettbewerbes wollte ich feststellen, wie sich beide Kinder in die Klasse einordnen.
Daniel übertraf dabei meine Erwartungen. Als Linkshänder erreichte er meist das geforderte Ziel aus Zeitgründen
nicht. Offenbar war er durch die Wettbewerbssituation so motiviert, dass er mit dem 8. Platz und 21 richtig gerechneten
Aufgaben in drei Minuten über dem Durchschnitt von 16 gelösten Aufgaben lag.
Claudia dagegen erreichte mit ihren 16 richtig gerechneten Aufgaben genau den Klassen- durchschnitt. Vorteile gegenüber
den anderen Kindern hatten allerdings beide dadurch, dass sie vorher drei Übungssitzungen am Computer hatten.
Ein sicheres Ergebnis der individuellen Förderung zeigte der Computer-Rechenwettbewerb. Beide Schüler
waren voller Vorfreude, da sie wußten, welche Zeiten sie erreichen konnten. Claudia erzielte ihr bisher bestes
Ergebnis und belegte am Ende zur Überraschung aller Mitschüler Platz 2. Daniel, der hier, anders als
bei der schriftlichen Arbeit, blitzschnell die Ergebnisse eingab, erreichte mit einer ebenfalls sehr guten Zeit
Platz 5. Beide Kinder erhielten durch diesen Wettbewerb eine eindrucksvolle Bestätigung ihrer Übungstätigkeit.
Vergleicht man schriftliche Arbeit und Computertätigkeit, so kann man bei Claudia sagen, dass sie anhand der
Computerwerte 27 Aufgaben in den drei Minuten auf dem Arbeitsblatt hätte richtig rechnen müssen (16 hatte
sie nur). Die Betonung liegt auf dem Wort richtig, denn der PC lässt ja auch nur richtige Antworten zu. Daniel
dagegen hätte 20 Aufgaben in drei Minuten richtig lösen müssen, bewältigte aber 21 und war
damit schriftlich besser. Drei Fehler hatten beide in der schriftlichen Arbeit, sodass man hier dem Computerprogramm
Vorteile geben kann, da sich falsche Lösungen nicht erst einprägen.
Selbstverständlich lassen sich von dieser Untersuchung nur begrenzte Schlüsse für individuelle Förderung
ziehen, da sich die Aussagen auf zwei Schüler und einem kurzen Zeitraum beziehen. Sicher ist jedoch, dass
das Medium Computer positiven Einfluss auf beide Kinder hatte. Sie gehörten beim Test zu den Klassenbesten,
und der Ursprung dafür lag in der individuellen Förderung mittels PC.
Die Untersuchung im Werkstattunterricht lag auf einer anderen Ebene. Ich wollte erkennen, dass die Kinder sich
richtig einschätzen und Schlüsse für ihr eigenes Tun ziehen. Mit hoher Motivation gingen die Kinder
an die Bewältigung der Übung. Somit kam es gar nicht auf die Auswahl der Übungsform an. Individuell
war die Tätigkeit durch die Unterschiede in der Auswahl der Aufgaben, Förderung erfolgte durch vermehrtes
Üben. Viele Kinder lösten nach Bewältigung ihrer Werkstattaufgaben noch eine weitere Übung
am Computer. So hatte dieses Medium im Zusammenhang mit dem Lernprogramm den Vorrang gegenüber vielfältigen
anderen Arbeitsmaterialien, die noch zur Auswahl bereit- standen.
Abschließend möchte ich sagen, dass die individuelle mathematische Förderung durch Computerlernprogramme
stark an die Motivation durch das neue Medium gebunden ist.
Nachweisbar sind Entwicklungsfortschritte wie in der 3. Sitzung des Förderunterrichtes und im Rechenwettbewerb.
3.6 Schlussbemerkung
Mit der Einführung neuer Medien in den Unterricht verbindet sich die Hoffnung, die kognitive Entwicklung
der Schüler besser unterstützen zu können als durch herkömmlichen Unterricht.
Ob dies tatsächlich geschieht, hängt davon ab, wie sie im Unterricht eingesetzt werden.
Der Computer mit entsprechenden Lernprogrammen ist ein Verstärker, mit dem individuelle mathematische Förderung
in höherem Maße erreicht werden kann als mit anderen Medien. Er kann dabei ein effektives Mittel in
der Hand des Lehrers sein. Beenden möchte ich meine Arbeit mit einem Zitat nach Ellis (1984, übersetzt
von I. Nilshorn).
"Über den Nutzen des Computers in der Pädagogik nachzudenken, heißt nicht, über den Computer
nachzudenken, sondern über dessen pädagogischen Einsatz." (Ehgartner, In: Praxisheft, 1997, S.58).
Diesem Zitat schließe ich mich inhaltlich voll an.
Arnold, Norbert: Computer im offenen Unterricht der Primarstufe. In: Grundschulunterricht. Heft 4 / 1994. S. 18 ff.
Birx, Elke: Mathematik und Begabung. Evaluation eines Förderprogramms für mathematisch besonders befähigte Schüler. Verlag Dr. R. Krämer. Hamburg. 1988.
Büttner, Cristian / Schwichtenberg, Elke: Computer in der Grundschule. Geräte, didaktische Konzepte, Unterrichtssoftware. Beltz Verlag. Weinheim und Basel. 1997.
Büchner, Rainer: Freiarbeit und Computer in der Grundschule. Erfahrungen aus dem gleichnamigen Fortbildungsmodell der Akademie für Lehrerfortbildung Dilling. In: Praxisheft Computernutzung. Domino Verlag. München. 1997.
Ehgartner, Ursula: Sind Lehrer überflüssig? Lernen per Computer und Auswahlkriterien für geeignete Lernsoftware. In: Praxisheft Computernutzung. Domino Verlag. München. 1997.
Franzke, Heidemarie: Wie kann man eine leistungs- und kindorientierte Grundschule ausgestalten. Referat zum 2. Zwickauer Grundschultag. Mai 1998.
Glöckel, Hans: Vom Unterricht. Verlag Julius Klinkhardt. Bad Heilbrunn/Obb. 1990.
Klingberg, Lothar: Einführung in die Allgemeine Didaktik. 6. Auflage. Verlag Volk und Wissen Berlin. 1984.	
Krauthausen, Günter: Die nächste Welle? Neue Trends zum Computereinsatz im Grundschulalter. In: Grundschulunterricht. Heft 4 / 1994. S. 14 ff.
Krauthausen, Günter / Herrmann, V.: Computereinsatz in der Grundschule. Fragen der didaktischen Legitimierung und der Softwaregestaltung. Stuttgart. 1994.
Kriegelstein, Wolfram: Computer in der Grundschule - Sinn oder Unsinn? In: Praxisheft Computernutzung. Domino Verlag. München. 1997.
Lorenz, Jens Holger / Radatz, Hendrik: Handbuch des Förderns im Mathematikunterricht. Schroedel Schulbuchverlag GmbH. Hannover, 1993.
Mitzlaff, Hartmut: Handbuch Grundschule und Computer. Vom Tabu zur Alltagspraxis. Beltz Verlag. Weinheim und Basel. 1996.
Reichen, Jürgen: Rundbrief. 1997.
Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Grundschule Mathematik Klasse 1 - 4 Sächsisches Druck- und Verlagshaus GmbH. Dresden. 1992.
Steindorf, Gerhard: Grundbegriffe des Lehrens und Lernens. Verlag Julius Klinkhardt. Bad Heilbrunn/Obb. 1985.
Westphal, Alexander: Der Einsatz von Microcomputern im Mathematikunterricht und daraus resultierende curriculare Veränderungen. Verlag Dr. Köster. Berlin. 1996.
Wittmann, Erich Ch. / Müller, Gerhard N.: Programm Mathe 2000. Ernst Klett Grundschulverlag. Stuttgart. 1997.
Anlagenverzeichnis
| Anlage 1: | Abb. 1: | Das Medium Computer |
| Anlage 2: | Abb. 2: | Themen- und Handlungsfelder des Computers in der Grundschule |
| Anlage 3: | Abb. 3: | Computerausdruck: "Was Claudia H. gerechnet hat ..." |
| Anlage 4: | Proband Daniel H.: | Tab. 1: Benötigte Zeit |
| Tab. 2: Durchschnittswerte | ||
| Diag. 1: 1. Sitzung | ||
| Diag. 2: 2. Sitzung | ||
| Diag. 3: 3. Sitzung | ||
| Diag. 4: Durchschnittswerte | ||
| Proband Claudia H.: | Tab. 3: Benötigte Zeit | |
| Tab. 4: Durchschnittswerte | ||
| Diag. 5: 1. Sitzung | ||
| Diag. 6: 2. Sitzung | ||
| Diag. 7: 3. Sitzung | ||
| Diag. 8: Durchschnittswerte | ||
| Anlage 5: | Ab. 1: | Daniels schriftlicher Klassenwettbewerb |
| Ab. 2: | Claudias schriftlicher Klassenwettbewerb | |
| Anlage 6: | Tab. 5: | Ergebnistabelle schriftlicher Klassenwettbewerb |
| Tab. 6: | Ergebnistabelle Computer-Rechenwettbewerb | |
| Anlage 7: | Werkstattaufgabe PC-Arbeit | |
| Anlage 8: | Systemanforderungen LÜK-CD-ROM "Mathe 3", CD-ROM "Blitzrechnen ..." | |
| Anlage 9: | Übersichten über Übungsformen | Tab. 7: LÜK-CD-ROM "Mathe 3" |
| Tab. 8: CD-ROM "Blitzrechnen ..." | ||
| Anlage 10: | Tab. 9: | Übersicht über Beziehungen der Klasse 3c zum PC |
| Anlage 11: | Skizze des Klassenzimmers der Klasse 3c |
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Quelle: www.Grundschulhelfer.de.vu